Abstract zum Vortrag
Wirkungspotenzial von Ernährungsrisiken auf Fernsehzuschauer


Themenfeld 6: Aufklärung und Krisenkommunikation

BSE-Skandal, Geflügelpest, Maul- und Klauenseuche - die Mehrheit der Fernsehzuschauer erinnert sich wohl noch eindrücklich an die Berichterstattung über diese Lebensmittelskandale. In der Ernährungsberichterstattung hat die Krisenkommunikation bereits eine lange "Tradition". Im Rahmen von medialen Risiko- und Aufklärungsdiskursen werden typische Kommunikationsstrategien eingesetzt, um die Öffentlichkeit auf bestimmte Probleme aufmerksam zu machen. Verwendet werden dabei unter anderem Interpretationsrahmen (Frames), um vereinfachend darzustellen, warum z.B. ein Problem ein Risiko darstellt. Pointiert formuliert: Eine Medienbotschaft wird erst durch bestimmte Frames zur Risikobotschaft. Für die Ernährungskommunikation stellt sich die Frage, wie sich risikobetonte Frames auf die Ernährungseinstellung der Rezipienten auswirken. Es ist anzunehmen, dass risikogeframte Ernährungsberichte besonders starke Einstellungseffekte evozieren können; nicht zuletzt deshalb, weil Ernährungsthemen jeden Rezipienten direkt betreffen. Diese Annahme wurde im Rahmen einer Experimentalstudie überprüft. Die Probanden sahen einen Ernährungsbeitrag mit Risikoframe und wurden anschließend zu ihrer Ernährungseinstellung befragt. Auch längerfristige Effekte wurden durch zusätzliche Telefoninterviews erhoben.


Leila Steinhilper,
Universität Erfurt


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