"Die mediale Aneignung von Nacktheit und Sex in Film und Fernsehen im mittleren Jugendalter"



Kurzzusammenfassung

Der Alltag in der sich modernisierenden Gesellschaft präsentiert eine Vielfalt von Bildern und ist geprägt von der Dominanz visueller Darstellungen von Nacktheit und Sexualität. Diese Tatsache wird seit Jahren beobachtet, aber nicht zum Forschungsgegenstand medienwissenschaftlicher Untersuchungen. Insbesondere Jugendliche in der mittleren Adoleszenz sind besonders aufmerksame Betrachter von Nackt- und Sexszenen in Film und Fernsehen, da sie sich entwicklungsbedingt sexuell positionieren und ausprobieren müssen. Vorgestellt werden die Ergebnisse von Vorstudien zur quantitativen Befragung von Jugendlichen im Alter von 16 bis 18 Jahren. Es wird der Frage nachgegangen, welche audiovisuellen Angebote von Sexdarstellungen in Film und Fernsehprogrammen von Jugendlichen rezipiert werden und wie diese vor dem Hintergrund individueller Entwicklungsbelange für die eigene Lebenssituation genutzt werden (können). Im Kontext subjekt-handlungsorientierter Theorien wird herauszufinden versucht, inwieweit mediale Darstellungen die eigenen Wünsche und das eigene Erleben von Sexualität und Körperlichkeit im Jugendalter beeinflussen bzw. inwieweit sie auch Distanzierungen erlauben.


Dr. phil. Dagmar Hoffmann
Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" Potsdam-Babelsberg
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