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„Newsletter Medien und Gesundheitskommunikation“
Nr. 16, Oktober 2011




Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Mitglieder des Netzwerks "Medien und Gesundheitskommunikation",

wir freuen uns, Ihnen den 16. Newsletter des Netzwerks zu präsentieren.

Vielleicht nehmen Sie diesen Newsletter zum Anlass, uns wissen zu lassen, was Ihnen an unserem Newsletter gefällt und was wir aus Ihrer Sicht noch besser machen können. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie sich etwa 10 Minuten Zeit nehmen und gleich an unserer kleinen Leserumfrage teilnehmen würden. Vielen Dank!
» Direkt zur Umfrage

Für die heutige Ausgabe konnten wir als Interviewpartner Günther Dettweiler gewinnen, den stellvertretenden Pressesprecher des Robert Koch-Instituts in Berlin. Das RKI stand in letzter Zeit unter dem Eindruck von H1N1 und EHEC gleich mehrfach im Zentrum des Medieninteresses.
Viel Spaß beim Lesen!

Herzliche Grüße,
Ihre
Redaktion
Netzwerk Medien und Gesundheitskommunikation



Redaktion: Eva Baumann, Stephanie Lücke, Tanja Pfister, Constanze Rossmann







[inhalt]

[short & cut]
       Aktuelles
       Internet-Tipps
       Jobs
[know & remind]
[meet & talk]
       Aktuelle Tagungen
       Tagungsberichte
[teach & research]
       Neue Studiengänge
       Forschungsprojekte
       Neues vom Bücher- und Zeitschriftenmarkt
       Abschlussarbeiten



[short & cut]


Neue Hinweise auf die Schädlichkeit des Fernsehens
Wissenschaftler der Harvard School of Public Health in Boston haben in einer Metaanalyse Daten von acht großen prospektiven Studien aus den USA, Europa und Australien zum Einfluss des Fernsehens auf die Gesundheit ausgewertet. Das Ergebnis: Bei täglich mehr als zwei Stunden TV-Konsum stieg das Risiko für Typ-2-Diabetes und koronare Herzerkrankungen an, nach mehr als drei Stunden erhöhte sich auch das Sterberisiko.
» Zur Studie

Filmstars animieren Teenager zum Rauchen
Eine Forschergruppe an der Universität Bristol wertete die Daten der Langzeitstudie "Children of the 90s"-Studie aus und kommt zu dem Schluss, dass Stars aus Film und Fernsehen auch im Hinblick auf das Rauchen offenbar eine (negative) Vorbildfunktion für Teenager haben. Die Wissenschaftler um Andrea Waylen fanden einen linearen und damit von der Dosis abhängigen Zusammenhang: Je mehr Filme die Teenager gesehen hatten, in denen geraucht wurde, desto höher war die Wahrscheinlichkeit, dass sie es selber schon einmal versucht hatten.
» Nähere Infos
» Zur Pressemeldung der University of Bristol

Endlich Nichtraucher durch SMS-Nachrichten
Eine im Lancet veröffentlichte randomisierte single-blind Studie einer britischen Forschergruppe (n=5800 Raucher) zeigt: Unterstützende Textbotschaften aufs Handy verbessern bei ausstiegswilligen Rauchern deutlich die Prognose für die Abstinenz. Die Teilnehmer der Interventionsgruppe erhielten über fünf Wochen fünfmal täglich eine kurze SMS wie "You can do it" aufs Handy gesendet. Sechs Monate später hatten in der Interventionsgruppe 10,7 Prozent der Teilnehmer mit dem Rauchen aufgehört, in der Kontrollgruppe nur 4,9 Prozent.
» Zur Studie

"Love Green": Crossmediale Initiative für Nachhaltigkeit auf SAT.1 gestartet
"Wir retten die Welt. Jeder ein bisschen": Unter diesem Motto startete die Werbeagentur United Senses die erste deutschlandweite crossmediale Initiative für Nachhaltigkeit. Ziel ist es, die breite Masse der Bevölkerung dazu zu inspirieren, bewusster und nachhaltiger - damit auch gesünder - zu leben. Der Fernsehsender SAT.1 sendet kurze TV-Spots, die zeigen, wie jeder ein bisschen nachhaltiger leben kann. Ergänzt werden die Spots durch ein Online-Portal mit Rubriken u.a. zu den Themen Ernährung und Lifestyle. Auch in TV-Magazinen, Soaps und Reality TV werden künftig praktische Alltagstipps rund um nachhaltiges Leben eingebettet - Wissenschaftlern bekannt unter dem Begriff "Entertainment Education".
» Zur "Love Green"-Seite
» Mehr über "Entertainment Education"

Information und Dialog zwischen Arzt und Patient entscheidet
Patienten, die in medizinische Entscheidungsprozesse eingebunden werden, nehmen ihre Versorgung bewusster in Anspruch und sind nachhaltig zufriedener. Damit steigt die Qualität und die Kosten sinken. Doch was selbstverständlich sein sollte, ist weltweit noch immer die Ausnahme. Das "Salzburg Statement on Shared Decision Making" richtet sich mit einem deutlichen Appell und klaren Handlungsempfehlungen an Ärzte, Patienten, Journalisten und Politiker.
» Nähere Infos

Arztbewertungsportale: Eine Modeerscheinung?
Viele Patienten haben schon einmal ein Arztbewertungsportal genutzt. Niedergelassene Ärzte schätzen die Bedeutung von Bewertungsportalen für Arztpraxen allerdings eher gering ein. Das zeigt eine aktuelle Befragung des Instituts für betriebswirtschaftliche Analysen, Beratung und Strategie-Entwicklung (IFABS) in Düsseldorf.
» Nähere Infos

Noch mehr Menschen informieren sich im Internet über Gesundheit
Laut einer aktuellen repräsentativen Gesundheitsstudie der Kommunikationsagentur MSL Germany und des Marktforschungsinstituts Skopos nutzen inzwischen 98 Prozent der Bevölkerung das Internet, um sich über Krankheiten, Therapiemöglichkeiten oder Ärzte zu informieren. Auch Foren und soziale Netzwerke spielen dabei zunehmend eine Rolle. Hier geht es direkt zur MSL Gesundheitsstudie 2011.
» Nähere Infos

Mehr als eine halbe Million Deutsche internetsüchtig
560.000 Menschen in Deutschland gelten als internetsüchtig. Das geht aus einer repräsentativen Studie der Universitäten Greifswald und Lübeck hervor, die vom Bundesgesundheitsministerium gefördert wurde. Besonders Mädchen und junge Frauen scheinen gefährdet.
» Nähere Infos

App des aid erklärt Zusammenhänge: "Mein Essen - Unser Klima"
Vom Start weg hat eine neue App des aid infodienstes Platz 10 in den deutschen App-Charts in der Kategorie Bücher erreicht. Seit Mitte September 2011 ist die Version für das iPad im App Store freigegeben worden. Darüber hinaus ist die App - obwohl sie nur auf Deutsch erhältlich ist - in 50 Ländern weltweit ebenfalls in den Charts. In der App werden anschaulich die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Kohlendioxid-Ausstoß erklärt. So kann jeder selbst prüfen, welchen Einfluss die Auswahl der Lebensmittel und die Art, wie wir sie einkaufen und zubereiten auf die persönliche Klimabilanz haben.
» Direkt zur App

Zahnärzte und Ärzte dürfen gewerbliche Werbemethoden nutzen
Einem Bericht der Zeitschrift Healthcare Marketing zufolge dürfen Ärzte und Zahnärzte für sich und ihre Dienstleister werben, solange es sich um "berufsbezogene und sachangemessene Werbung" handelt. Dies hat das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) im Fall eines Zahnarztes aus Nordrhein-Westfalen entschieden, der in einer Anzeige und auf seiner Website gleichzeitig für seine Praxis, ein Zahnlabor und einen Fachverlag geworben hatte. Werbung für Apotheken und andere Leistungserbringer bleiben jedoch verboten.
» Nähere Infos


Internet-Tipps

Forschungs- und Projektdatenbank des Center on Media and Child Health
Das Center on Media and Child Health realisiert, koordiniert und bündelt wissenschaftliche Forschung, die dazu beiträgt, positive sowie negative Folgen des Medienkonsums auf die Gesundheit von Kindern zu verstehen und abzuschätzen. In einer digitalen Bibliothek sind Studien aus unterschiedlichen Fachdisziplinen zur Wirkung von Medien auf die psychische, soziale und mentale Gesundheit von Kindern gebündelt und stehen zur Recherche zur Verfügung.
» Zur Website des CMCH

Online-Portal "Faktencheck Gesundheit" schafft Transparenz
Im September ist mit dem "Faktencheck Gesundheit" ein Internetportal der Bertelsmann-Stiftung online gegangen, das sich zum Ziel setzt, die regionalen Unterschiede in der medizinischen Versorgung in Deutschland aufzuzeigen, mögliche Ursachen zu analysieren und Vorschläge zu präsentieren, wie solche Unterschiede reduziert werden können. Zum Auftakt gibt der erste Faktencheck Gesundheit einen Überblick über 16 häufige Behandlungsgebiete, bei denen erhebliche Abweichungen beobachtet werden. Das neue Portal richtet sich vor allem auch an Patienten: Sie sollen bei Behandlungsentscheidungen stärker mitreden können. Ausführliche Patienteninformationen sind daher Bestandteil jedes Faktencheck-Themas.
» Zum Faktencheck

Neues Internetportal informiert über Naturmedizin bei Krebs
Standardtherapien wie Chemotherapie oder Bestrahlung haben mitunter erhebliche Auswirkungen auf die Lebensqualität von Krebspatienten. Mögliche Ergänzungen können naturheilkundliche Mittel und Verfahren sein. Das Spektrum an verfügbaren Maßnahmen ist jedoch mittlerweile so breit gefächert, dass es für Interessierte oft schwer ist, sinnvolle Methoden von fragwürdigen oder gar gefährlichen Angeboten zu unterscheiden. Um die Einschätzung verfügbarer Verfahren zu erleichtern, bietet die Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen e.V. einen Überblick über die derzeit gängigen komplementären Behandlungsmöglichkeiten und ihre Wirksamkeit.
» Zum Internetportal

Online-Datenbank für Pflegeberatung
Eine Datenbank des Zentrums für Qualität in der Pflege, Berlin, will ab sofort bei der Suche nach einer wohnortnahen und kostenlosen Pflegeberatung helfen. Auf ihrer Webseite hat die gemeinnützige Stiftung erstmals alle verfügbaren Informationen zu den deutschlandweit rund 380 Pflegestützpunkten (PSP) veröffentlicht.
» Nähere Infos

GrippeWeb des Robert-Koch-Institutes
Das im letzten Jahr vom Robert Koch-Institut gegründete Projekt dient der Beobachtung von Aktivität und Ausbreitung akuter Atemwegserkrankungen. Hierzu werden Freiwillige gebeten, wöchentlich Angaben zu ihrem Gesundheitszustand zu machen. Erste wissenschaftliche Ergebnisse aus den Daten liegen bereits vor und wurden im Epidemiologischen Bulletin 37/2011 veröffentlicht.
» Nähere Infos und Anmeldung

Neue Website für Partner von Männern mit Prostatakrebs
Ziel des Internetangebots ist es, umfassende praktische Informationen zum Prostatakrebs und dem Leben mit der Diagnose bereitzustellen. Dabei wendet es sich erstmalig gezielt an die Partnerinnen und Partner erkrankter Männer.
» Zur Website


Jobs

Professur für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, mit dem Schwerpunkt "Wissenschafts-, Krisen- und Risikokommunikation", Universität Zürich, nähere Infos hier.

Assistant Professor/in, Environment, Science and/or Health Communication (tenure-track), Department of Communication, Cornell University, nähere Infos hier.

Marketing Manager Pharma Region Europa (m/w), BASF SE, Lampertheim, nähere Infos hier.

Marketingkommunikations-Manager (m/w) bei Healthcare AU, Siemens AG, Erlangen, nähere Infos hier.

Mitarbeiter/in Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei gemeinnützige Gesellschaft mbH, Köln, nähere Infos hier.

PR Medical Affairs Manager (m/w) Atemwege, über OPTARES GmbH & Co. KG, nähere Infos hier.

PR-/Werbe-Trainee (m/w) im Bereich Healthcare, IntraMedic GmbH, Neu-Isenburg bei Frankfurt am Main, nähere Infos hier.

PR-Berater/-in Healthcare, medical relations GmbH Kommunikation im Gesundheitswesen, Langenfeld, nähere Infos hier.

PR-Berater/in Healthcare, MW Office - Media und PR im Gesundheitswesen, Ismaning/München, nähere Infos hier.

PR-Berater/in und Senior PR-Berater/in im Bereich Healthcare, Haas & Health Partner Public Relations GmbH, Eltville, nähere Infos hier.

Redakteur/in Politik, apotheke adhoc, Berlin, nähere Infos hier.

Redakteure (m/w) Schwerpunkt Gesundheit, ergo Unternehmenskommunikation GmbH & Co. KG, Köln, nähere Infos hier.

Redaktionsassistenten/Redaktionsassistentin für die Zeitschrift HERZ HEUTE, Deutsche Herzstiftung, Frankfurt am Main, nähere Infos hier.

Volontär/in Wissenschaft, apotheke adhoc, Berlin, nähere Infos hier.





[know & remind]


Fünf Fragen an... Günther Dettweiler

Das Robert Koch-Institut (RKI) ist die zentrale Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung und -prävention. Kernaufgaben des RKI sind die Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von Krankheiten sowie die Vermittlung dieser Erkenntnisse an politische Vertreter und Fachpublika. Im Zusammenhang mit Epidemien (zuletzt etwa EHEC) ist das Institut noch mehr gefordert als sonst. Günther Dettweiler, stellvertretender Leiter des Referates Presse/Öffentlichkeitsarbeit und Internetbeauftragter des RKI, kennt die Herausforderungen solcher Ausnahmesituationen genauso wie Probleme des Kommunikationsalltags. Lesen Sie mehr dazu im Interview.
» Zum Interview
» Zum Lebenslauf





[meet & talk]


An dieser Stelle haben wir für Sie wieder einige interessante wissenschaftliche und praxisorientierte Tagungen und Konferenzen zusammengetragen.
Besonders aufmerksam machen möchten wir Sie auf die 6. Tagung des Netzwerkes Medien und Gesundheitskommunikation im März nächsten Jahres, für die Sie noch bis zum 21. November Vorschläge für Tagungsbeiträge einreichen können.
» Direkt zum Call for Papers

27.10.2011 - 17. Fachtagung des Forums Medienpädagogik der BLM: "Gigabit statt megafit? Der mediale Einfluss auf die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen", München; nähere Infos hier.

27.-28.10.2011 - Kommunikationskongress der Gesundheitswirtschaft 2011, Hamburg; nähere Infos hier.

07.-09.11.2011 - Consultative Conference on Environment & Public Health within the EU, Berlin-Potsdam; nähere Infos hier.

09.11.2011 - Obesity, eating disorders, and the media, interdisziplinärer Workshop, St Anne's College, University of Oxford; nähere Infos hier.

09.-12.11.2011 - European Public Health Conference der European Public Health Association (EUPHA) zum Thema "Public Health and Welfare - Welfare development and health", Kopenhagen; nähere Infos hier.

21.-25.11.2011 - Kongress Klinikmarketing 2011, Köln; nähere Infos hier.

30.01.-04.02.2012 - The Fourth International Conference on eHealth, Telemedicine, and Social Medicine, Valencia, Spain; nähere Infos hier.

15.-17.02.2012 - Digital Health Communication Extravaganza 2012, Orlando, Florida; nähere Infos hier.

21.-23.03.2012 - 6. Tagung des Netzwerkes Medien und Gesundheitskommunikation "Mediale Gesundheitskommunikation: Befunde, Entwicklungen und Herausforderungen eines interdisziplinären Forschungsfeldes", Vorschläge für Tagungsbeiträge können bis zum 21. November 2011 eingereicht werden (tagung@netzwerk-gesundheitskommunikation.de); nähere Infos hier.

19.-21.04.2012 - Kentucky Conference on Health Communication, Lexington, Kentucky; Deadline für die Einreichung von Abstracts: 11.12.2011, nähere Infos hier.

26.-28.04.2012 - Social Marketing Advances in Research and Theory Conference, Vancouver, Deadline für die Einreichung von Abstracts: 10.12.2011, nähere Infos hier.

04.-07.09.2012 - International Conference on Communication in Healthcare 2012, Scotland, UK, Deadline für die Einreichung von Abstracts: 18.11.2011, nähere Infos hier.

Für aktuelle Tagungshinweise besuchen Sie gern auch unsere Website!


Für Sie vor Ort

Panels zur Gesundheitskommunikation
Das Themenfeld Gesundheitskommunikation etabliert sich auch auf wichtigen Jahrestagungen unseres Faches zusehends. So gab es bei der 7. Tagung der Fachgruppe Medienpsychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie im August dieses Jahres in Bremen gleich zwei Panels mit Beiträgen aus dem Forschungsfeld Media and Health. Das Programm finden Sie hier.
Auch im Rahmen der 56. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationsforschung im Juni 2011 widmete sich ein Panel dem Thema Gesundheitskommunikation. Das Programm mit Abstracts kann hier heruntergeladen werden. Dr. Matthias Hastall von der Universität Augsburg war für Sie vor Ort. Seinen Bericht zu diesem Panel finden Sie hier.

5. Kliniksprechertag in Münster
Am 14. September 2011 fand zum fünften Mal der Kliniksprechertag in Münster statt. Der Kongress, der in diesem Jahr das Thema "Kliniksprecher als Beruf - Professionalität auf dem Prüfstand" hatte, richtete sich an Pressesprecher und Mitarbeiter für Öffentlichkeitsarbeit in Krankenhäusern. Rund 50 Kliniksprecher aus dem gesamten Bundesgebiet nahmen an der von der Agentur lege artis aus Münster ausgerichteten Veranstaltung teil. Im Mittelpunkt standen die Ergebnisse einer umfassenden Berufsfeldstudie "Profession Kliniksprecher", die unter der Leitung von Prof. Dr. Achim Baum, Hochschule Osnabrück, durchgeführt wurde. Am Nachmittag setzten sich Referenten und Teilnehmer mit Best-Practice-Beispielen zu den Themen Issues Management im Web 2.0, Kommunikation in Change-Prozessen sowie strategischer Kommunikationsplanung auseinander (Anne Fischer, lege artis). Einen ausführlichen Tagungsbericht finden Sie hier.





[teach & research]



Neue Studiengänge

Masterstudiengang Gesundheitskommunikation in Wien (geplant ab WS 2012)
Das Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien plant zum WS 2012 einen Aufbaustudiengang MA Gesundheitskommunikation. Ausgebildet werden sollen Personen, die in staatlichen Institutionen und privaten Organisationen verantwortlich für Kommunikationsmaßnahmen sind, in denen es um ein gesünderes Leben und den richtigen Umgang mit Krankheiten geht. Weitere Informationen hier.



Forschungsprojekte

Risikokommunikation im Kontext von Alkohol und Drogen im Straßenverkehr
Insbesondere bei jungen Menschen gehört das Fahren unter dem Einfluss von Alkohol, Drogen und/ oder Medikamenten zu den zentralen Risikofaktoren im Straßenverkehr. Um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, müssen allerdings das Wissen und Problembewusstsein der jungen Leute im Hinblick auf diese Risikopotenziale verbessert werden. Im Rahmen des EU-Projekts DRUID hat die Bundesanstalt für Straßenwesen (BAst) die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover mit einer Studie beauftragt, in der die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Risikokommunikation über dieses Thema eruiert wurden.
» Nähere Infos und Ergebnisse der Studie

Effektive Gesundheitskommunikation während einer Epidemie: Neues EU-Forschungsprojekt ("e-com@eu")
Ein internationales Forschungsprojekt untersucht in den kommenden 4 Jahren, wie Massenmedien in Zeiten einer länderübergreifenden Epidemie (z.B. H1N1) über diese berichten und wie verschiedene Publika auf die Berichterstattung reagieren (Risikowahrnehmung, Online-Diskurs, Verhalten). Der Schwerpunkt liegt dabei auf einer Analyse der Berichterstattung und öffentlichen Wahrnehmung von Gegenmaßnahmen. Neben wissenschaftlich-theoretischen Erkenntnisfortschritten verfolgt das Projekt das Ziel, die Kommunikationspolitik in der EU im Falle einer Epidemie zu verbessern, indem Empfehlungen für eine effektive Kommunikation ausgearbeitet werden. Ansprechpartner ist Dr. Tilo Hartmann (t.hartmann@vu.nl).
» Zur Projektwebsite



Neues vom Bücher- und Zeitschriftenmarkt

Bücher

Böhm, M./Gothe, F. F. G./Voit, W. (2011): Information und Kommunikation von Unternehmen und Behörden (Marburger Schriften zum Lebensmittelrecht, 1. Aufl.). Baden-Baden: Nomos. » Abstract

Colt, H. G./Quadrelli, S./Friedman, L. D. (2011). The Picture of Health: Medical Ethics and the Movies. New York: Oxford University Press. » Abstract

Dutta, M. J. (2011): Communicating Social Change: Structure, Culture, and Agency. New York: Routledge. » Abstract

Hastall, M. R. (2011): Kommunikation von Gesundheitsrisiken in Massenmedien. Der Einfluss von Informations- und Rezipientenmerkmalen auf die Botschaftszuwendung und -vermeidung. Baden-Baden: Nomos Verlag. » Abstract

Hood, J. (2011): HIV/AIDS, Health, and the Media in China: Imagined Immunity through Racialized Disease. Abingdon, Oxon: Routledge. » Abstract

Lazakidou, A. A./Siassiakos, K. M./Ioannou, K. G. (2011): Wireless Technologies for Ambient Assisted Living and Healthcare: Systems and Applications. Hershey, PA: Medical Information Science Reference.

Thompson, T. L./Parrott, R./Nussbaum, J. F. (2011): The Routledge Handbook of Health Communication (2. Aufl.). Hoboken: Taylor & Francis. » Abstract

Tomaselli, K. G./Chasi, C. (2011): Development and Public Health Communication. Cape Town: Pearson. » Abstract


Zeitschriftenbeiträge/Sammelbandaufsätze/Berichte

Anderson, I. K. (2011): The Uses and Gratifications of Online Care Pages: A Study of CaringBridge. In: Health Communication, 26 (6), 546-559. » Abstract

Coleman, R./Thorson, E./Wilkins, L. (2011): Testing the Effect of Framing and Sourcing in Health News Stories. In: Journal of Health Communication, 16 (9), 941-954. » Abstract

Dobransky, K./Hargittai, E. (2011): Inquiring Minds Acquiring Wellness: Uses of Online and Offline Sources for Health Information. In: Health Communication (forthcoming issue), 1-13. » Abstract

Faulkner, G. E. J./Kwan, M. Y. W./MacNeill, M./Brownrigg, M. (2011): The Long Live Kids: Awareness of Campaign Messages. In: Journal of Health Communication, 16 (5), 519-532. » Abstract

Harris, P. R./Sillence, E./Briggs, P. (2011): Perceived Threat and Corroboration: Key Factors That Improve a Predictive Model of Trust in Internet-based Health Information and Advice. In: Journal of Medical Internet Research, 13 (3): e51. » Volltext

Haug, S./Schaub, M. (2011). Wirksamkeit internetbasierter Programme zum Tabakrauchen. In: Zeitschrift für Gesundheitspsychologie, 19 (4), 181-196.

Hesse, B. W./O'Connell, M./Augustson, E. M./Chou, W.-Y. S./Shaikh, A. R./Finney Rutten, L. J. (2011): Realizing the Promise of Web 2.0: Engaging Community Intelligence. In: Journal of Health Communication, 16 (sup1), 10-31. » Abstract

Heuer, C. A./McClure, K. J./Puhl, R. M. (2011): Obesity Stigma in Online News: A Visual Content Analysis. In: Journal of Health Communication, 16 (9), 976-987. » Abstract

Moyer-Gusé, E./Nabi, R. L. (2011). Comparing the Effects of Entertainment and Educational Television Programming on Risky Sexual Behavior. Health Communication, 26 (5), 416-426. » Abstract

Rossmann, C. (2011): Gesundheit effektiv kommunizieren - Potenziale und Grenzen massenmedialer Gesundheitskampagnen. In W. Voit, P. Dabrock, J. Ried & J. Uddin (Hrsg.), Informierte Selbstbestimmung als Ziel staatlicher Adipositasprävention. Das Leitbild des "mündigen Verbrauchers" im Spiegel von Recht und Ethik (S. 59-75), Baden-Baden: Nomos.

Shen, L. (2011): The Effectiveness of Empathy- versus Fear-Arousing Antismoking PSAs. In: Health Communication, 26 (5), 404-415. » Abstract

van den Putte, B./Yzer, M./Southwell, B. G./Bruijn, G.-J. de/Willemsen, M. C. (2011). Interpersonal Communication as an Indirect Pathway for the Effect of Antismoking Media Content on Smoking Cessation. In: Journal of Health Communication, 16 (5), 470-485.


Thematic Section on "Adaptivity in Health Communication" der Zeitschrift "Studies in Communication Sciences", Vol. 11, Nr. 1, Abstracts und Full Papers hier, u.a. mit diesen Aufsätzen:

Bardus, M.: The Web 2.0 and Social Media Technologies for Pervasive Health Communication: Are they Effective?

Camerini, L.: Internet, Health, and Adaptivity: Lessons learned and Future Directions

Frisch, A.-L.: Adapting Health Communication to Individuals' Health Literacy

Keller, S.: Adaptivity in Risk Communication - Exploring Differences in Risk Perception using the Cultural Cognition Approach

Schneider Stingelin, C.: Adaptivity in Health Campaigns: Planning Process, Theoretical Bases and Evaluation


Weitere Literaturhinweise finden Sie auf unserer Website unter der Rubrik "Literaturhinweise".


Abschlussarbeiten

Dengel, Nadine (2011): Patientenorientierte Pharmakommunikation? Eine explorative Studie zur Gesundheitskommunikation in der Pharmaindustrie (Master-Arbeit, Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover).
» Abstract

Thye, Linda (2011): Gemüse ist mein Fleisch. Reputationsmanagement bei Nonprofit-Organisationen am Fallbeispiel des Vegetarierbundes Deutschland e. V. (Master-Arbeit, Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover).
» Abstract

Hartmann, Claudia (2011): Umweltschutz per Klick. NGO-Kampagnen und Partizipation im Social Web (Master-Arbeit, Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover).
» Abstract



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