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Nr. 2, Oktober 2004 |
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Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Mitglieder des Netzwerks "Medien und Gesundheitskommunikation",
wir freuen uns, Ihnen hier den zweiten Newsletter zu präsentieren. Wieder ist eine Fülle an Information rund um das Thema Medien und Gesundheitskommunikation aus Forschung und Praxis zusammen gekommen. Diesmal konnten wir den US-amerikanischen Kommunikationswissenschaftler Dale Brashers für ein Interview gewinnen. Auch auf dem Tagungsparkett geht es in diesem Herbst rund. Für die zahlreichen Hinweise von Ihrer Seite möchten wir uns herzlich bedanken. Redaktion Netzwerk Medien und Gesundheitskommunikation Redaktion: Franzisca Gottwald, Stephanie Lücke, Constanze Rossmann |
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In eigener Sache: Das Netzwerk stellt sich vor |
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All diejenigen, die auf unserer letztjährigen Tagung in Loccum dabei waren oder dem Netzwerk-Treffen in Erfurt beiwohnen konnten, kennen - zumindest in groben Zügen -die Ziele, Pläne und Aktivitäten des Netzwerkes. Wer wir sind, was wir wollen und wie wir dies umsetzen, haben wir hier einmal kurz für Sie zusammengestellt. » Zum Flyer Neue Ausschreibung Oskar-Kuhn-Preis 2005 Schirmherrin Frau Professor Dr. Rita Süssmuth verleiht erneut den Oskar-Kuhn-Preis der BLEIB GESUND STIFTUNG für innovative Konzepte auf dem Gebiet der Gesundheits-kommunikation. Der Preis ist mit 12.800 EURO dotiert. Einsendeschluss ist der 30.November 2004. » Nähere Infos Berufswunsch Arzt durch Arztserien? Wieder bestätigt eine wissenschaftliche Studie, dass Zuschauer aus dem Fernsehen lernen: Jugendliche orientieren sich bei der Berufswahl offenbar an Vorbildern aus Fernsehserien. Vor allem Doku-Soaps zu medizinischen Tätigkeitsfeldern wecken in Jugendlichen etwa den Wunsch, selbst einen solchen Beruf zu ergreifen, wie belgische Kommunikationswissenschaftler nachwiesen. » Nähere Infos Daily Soap Marienhof: Nur Verlierertypen rauchen Im "Marienhof" (ARD) wird das Konzept der "Entertainment Education" offenbar konkret angewandt: Nicht coole Typen, sondern Verlierer rauchen in der Daily Soap. Zuschauer schlugen die Soap im Mai für das "Rauchfrei Siegel" vor, das vom Aktionsbündnis Nichtrauchen vergeben wurde. » Nähere Infos Clinton-Symptome: Promis beeinflussen Gesundheitsbewusstsein Ein weiterer Beleg für den unmittelbaren Einfluss von Celebrities auf das Gesundheitsverhalten der Bevölkerung: Während sich Bill Clinton von seiner Bypass-Operation erholt, stürmen New Yorker Bürger die Praxen der Herzspezialisten, nachdem sie an sich "Clinton-Symptome" festgestellt haben. » Nähere Infos Projektausschreibung NIH - Risikoverhaltensänderungen Jugendlicher Das "National Institute of Health" hat ein Forschungsprogramm zum Thema "Understanding mechanisms of health risk behavior change in children and adolescents" ausgeschrieben. Gesucht werden Projekte, die zu einem besseren Verständnis der Faktoren und Mechanismen beitragen, die Veränderungen im Risikoverhalten von Kindern und Jugendlichen determinieren. » Nähere Infos Forschungsaufruf AIDS-Berichterstattung Als Teil der Zusammenarbeit zwischen ICA und dem U.N. Departement of Public Information (DPI) stellt das DPI international gesammelte Zeitungsausschnitte über AIDS zur Verfügung, um diese für Forschungszwecke nutzbar zu machen. Begrenzte finanzielle Mittel zur Unterstützung der Projekte stehen aus dem "Communication Grant Program" der United Nations Foundation zur Verfügung. Michael Slater, Sprecher der Health Communication Division der ICA, regt an, Forschungsprojekte im Rahmen von Abschlussarbeiten, z.B. internationale Vergleiche der Berichterstattung über AIDS, zu vergeben. » Nähere Infos trend.monitor Das Wissen um die Informationsbedürfnisse bzw. Wünsche der Patienten und ihrer Familien ist von entscheidender Bedeutung. Das Angebot an leicht zugänglichen und günstigen Informationsquellen nimmt ständig zu. Ebenso steigt die Zahl der Betroffenen und Gesunden, die sich z.B. im Internet über Krankheiten, neue Therapien oder auch Behandlungszentren informieren. Nicht immer sind diese Informationen leicht verständlich, qualitätsgeprüft oder entsprechen dem aktuellen Stand der Wissenschaft. Die Deutsche Krebsgesellschaft und AVISO haben deshalb eine Umfrage zum Thema Patienteninformationen zu onkologischen Themen insbesondere im Internet gestartet, um den gegenwärtigen Status und die bestehenden Informationsbedürfnisse zu untersuchen und vorhandene Lücken zu identifizieren. Die Erhebung läuft bis Ende Oktober 2004. » Zum Fragebogen Newsletter der Universität Bielefeld - Fakultät für Gesundheitswissenschaften Seit April 2004 gibt die Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität einen eigenen Newsletter heraus. Im zweimonatigen Rhythmus berichtet der Newsletter über universitäre Neuigkeiten, aktuelle Forschungsergebnisse, Veranstaltungshinweise und gibt verschiedene Literaturtipps. Das Redaktionsteam besteht aus Studierenden unterschiedlicher Studiengänge. Koordiniert wird der Newsletter von Claus-Henning Ammann. » Zur aktuellen Ausgabe des Newsletters (9/04) |
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Wissenstransfer und Public Health. Prävention in Schnittpunkt von Sprach- und Sozialwissenschaft, 6.-8. Oktober, Bayreuth |
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Mit Strategien des Wissenstransfers in der medizinischen Prävention befasst sich die Tagung in Bayreuth. Betrachtet werden vor allem Maßnahmen der Gesundheitskommunikation in sprachlich und kulturell heterogenen Kontexten. Auch methodische Fragen der Evaluierung von Präventionsmaßnahmen und die Relevanz medialer Angebote (Internet, Fernsehen, Radio, Literatur) werden diskutiert. Neben Wissenschaftlern referieren Finanzgeber und Mitarbeiter von Präventionskampagnen.
» Tagungsinformationen 20. Adipositas-Kongress, 7.-9. Oktober, Hamburg Dem Zusammenhang zwischen Übergewicht und Fernsehen widmet sich ein Symposium des diesjährigen Adipositas-Kongresses. Unter dem Motto "Der fernseh-freie Tag?" diskutieren Wissenschaftler interdisziplinär am 8. Oktober über die Beziehung zwischen Freizeitverhalten, Fernsehnutzung, Werbung und Übergewicht bei Kindern und Erwachsenen. Der Kongress richtet sich an Experten, Praktiker und Betroffene. » Tagungsinformationen 9. Karlsruher Ernährungstage, 10.-12. Oktober, Karlsruhe Verständlich und wirksam aufklären, um Ernährungsgewohnheiten der Verbraucher langfristig zu verbessern - auch Ernährungsforscher suchen nach den effektivsten Strategien der Gesundheitskommunikation. Im Panel "Nutrition Communication - Chances and Limits to Reach Dietary Goals" am 12. Oktober geht es dabei auch um die Rolle der Massenmedien und speziell des Fernsehens. » Tagungsprogramm Gesundheit in den Medien - Impulse für die Praxis der Gesundheitskommunikation, 19. Oktober, Hannover Wie gelangen gesundheitsrelevante Vorstellungen und Gesundheitswissen an das Publikum? Wie kann mediale Gesundheitskommunikation in der Gesundheitsförderung nutzbar gemacht werden? Am 19. Oktober laden das Netzwerk Medien und Gesundheitskommunikation und die Landesvereinigung für Gesundheit Niedersachsen e.V. nach Hannover ein. Dabei steht der Austausch zwischen Kommunikationswissenschaftlern und Vertretern der Gesundheitsförderungspraxis im Vordergrund. Wer sich noch anmelden möchte, kann dies hier tun. » Tagungsprogramm und Anmeldung WISSENSWERTE - Bremer Forum für WissenschaftsJournalismus, 22.-24. November 2004, Bremen Das gesellschaftliche Interesse an Debatten zu komplexen wissenschaftlichen Themen ist größer denn je. Um sich auf diesem Terrain zurechtzufinden, benötigen Journalisten mehr Fachwissen und Wissenschaftler wiederum sind gefordert, Forschungsinhalte verstärkt der Öffentlichkeit zu vermitteln. Diesem Zusammenspiel widmet sich die Fachkonferenz "Wissenswerte", veranstaltet von "Wissenschaftsjournalismus, das Qualifizierungsprogramm", DJV und Messe Bremen, Programmplanung: Bertelsmann Stiftung. Speziell zum Medizinjournalismus finden zwei hochkarätig besetzte Diskussionen statt: (1) ein Streitgespräch zum Einfluss der Pharmaindustrie auf die Themenwahl von Wissenschaftsjournalisten, (2) eine Podiumsdiskussion zu den Krisenerscheinungen im Wissenschaftsjournalismus am Beispiel des Medizinjournalismus. » Tagungsinformationen und Anmeldung |
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Für den zweiten Teil unserer Interview-Serie konnten wir den US-Forscher Prof. Dale Brashers von der University of Illinois, Urbana-Champaign gewinnen. Er lehrt und forscht im Bereich der interpersonalen und Massenkommunikation zu Gesundheitsthemen. Derzeit leitet er das langjährige "HIV Uncertainty Management Project" zur Rolle von Kommunikation bei Menschen mit HIV/ AIDS.
Fünf Fragen an... » Dale Brashers |
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... wenn Sie in dieser Rubrik demnächst Ihre neueste Publikation, laufende Forschungsprojekte und kurze Forschungsberichte vorstellen möchten, lassen Sie es uns wissen! Seminare zum Themenfeld Gesundheitskommunikation (WS 2004/2005): Universität Zürich - IPMZ » Gesundheitskommunikation (Dr. Urs Dahinden) » Medien- und Öffentlichkeitsarbeit für Wissenschaft und Umwelt (Prof. Dr. Heinz Bonfadelli, Michael Schanne) » Nähere Infos Universität Karlsruhe (TH) - SZJ » Modellredaktion Fernsehen: Klinikfernsehen (Markus Tebbert) » Wissenschaftsjournalismus (Dr. Stefan Fuchs) » Medien und Wissen. Wissenschaftsjournalismus (Prof. Dr. Andreas Böhn) » Nähere Infos Universität Dortmund - Institut für Journalismus »Wer druckt den Klon? - Spezielle Medienethik in der Berichterstattung über Forschung, Medizin und Technik (k.A.) »Vom Klon und Krebs zur Sendung mit der Maus - Grundlagen des Wissenschaftsjournalismus (k.A.) » Nähere Infos Hochschule für Musik und Theater Hannover - IJK Gesund und fit dank Brigitte & Co.? Darstellung und Wirkung von Gesundheits- und Krankheitsthemen in Frauenzeitschriften (Eva Baumann, Stephanie Lücke) » Nähere Infos Universität Salzburg Institutionelle Gesundheitskommunikation (Ursula Wirth) » Nähere Infos Medizinjournalismus als Aufbaustudiengang Die meisten Wissenschaftsjournalisten im Fachbereich Medizin haben keinen Aufbaustudiengang "Journalismus" absolviert, sondern sind ihren Interessen gefolgt und haben sich das journalistische Rüstzeug "autodidaktisch" angeeignet. Ziel der Aufbaustudiengänge ist es, Fachjournalisten auszubilden, die gesellschaftlich relevante Themen sachkundig darstellen. Ein 4-semestriges Aufbaustudium "Journalismus" bieten beispielsweise die Universitäten Hannover, Hohenheim, Mainz, Marburg und Bamberg. » Nähere Infos Master of Public Health - Weiterbildungsstudiengang an der HAW Hamburg Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften bietet ab Oktober 2004 zum zweiten Mal das postgraduale, 3-semestrige gesundheitswissenschaftliche Studium mit dem international anerkannten Abschuss "Master of Public Health" (MPH) an. Konzipiert wurde das Studium für Akademiker/innen mit mindestens einjähriger Berufserfahrung, die sich zu leitenden Fachkräften im Gesundheits-, Bildungs- und Sozialbereich weiterqualifizieren wollen. Das Studienangebot greift das Wissen aus der Praxis mit den für den Gesundheitsbereich aktuellen Fragen nach Qualitätsmanagement, Kontrolle und Prävention auf. » Nähere Infos Forschungsbericht Krankenhaus-PR - eine Befragung von Krankenhausmanagern in NRW Gut drei Viertel der Krankenhausmanager schätzen PR-Arbeit für Krankenhäuser als sehr wichtig ein. Dabei steht die Pressearbeit eindeutig an erster Stelle. Die systematische Pflege der Kontakte zu so genannten Schlüsselkunden - vor allem den niedergelassenen Ärzten als Einweisern - wird jedoch überwiegend über klassische Instrumente wie direkte Kontaktpflege oder Fortbildungsangebote versucht. Das sind einige erste Ergebnisse einer Studie, die Prof. Dr. Achim Baum vom Institut für Kommunikations-Management der Fachhochschule Osnabrück erarbeitet hat. Eine ausführliche Publikation der Studie erscheint demnächst. Neues vom Bücher- und Zeitschriftenmarkt 2004: Biener, Lois/Ji, Ming/Gilpin, Elizabeth A./Albers, Alison B.: The Impact of Emotional Tone, Message, and Broadcast Parameters in Youth Anti-smoking Advertisments. In: Journal of Health Communication, 9, 3, 259-274. Eisenberg, Merrill/Ringwalt, Chris/Driscoll, David/Vallee, Manuel/Gullette, Gregory: Learn-ing from truthsm: Youth Participation in Field Marketing Techniques to Counter Tobacco Advertising.In: Journal of Health Communication, 9, 3, 223-232. Jackob, N. (2004): Der Tod planscht mit. Furchtappelle als Instrument der Gesundheitskommunikation. Fachjournalist (13), 15-19. Ratzan, S.C. (Hrsg.) (2004): Forty Years of Diffusion of Innovations: Utility and Value in Public Health. Journal of Health Communication, 9 (Supplement 1). Schmidt-Kaehler, S. (im Druck): Patienteninformation Online. Theoretische Grundlagen, Planung und Entwicklung eines Konzeptes für die Patientenschulung im Internet. Göttingen: Verlag Hans Huber. Shaw, G.M./ Mysiewicz, S.E. (2004): Trends: Social Security and Medicare. Public Opinion Quarterly, 68, 3, 394-423. Wittwer, J./ Bromme, R./ Jucks, R. (2004): Kann man dem Internet trauen, wenn es um die Gesundheit geht? Die Glaubwürdigkeitsbeurteilung medizinischer Fachinformationen im Internet durch Laien. Medienpsychologie, 16, 2, 48-56. mailto: newsletter-redaktion Netzwerk: www.netzwerk-gesundheitskommunikation.de Wenn Sie den Newsletter in Zukunft nicht mehr erhalten möchten, können Sie ihn » hier « abbestellen. |