„Newsletter Medien und Gesundheitskommunikation“
Nr. 5, Mai 2006


Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Mitglieder des Netzwerks "Medien und Gesundheitskommunikation",

wir freuen uns, Ihnen hiermit den fünften Newsletter des Netzwerks zu präsentieren. Wieder einmal vielen herzlichen Dank für Ihre Hinweise, die stets Interessantes beitragen und den Newsletter immer vielfältiger machen! Einige Beiträge widmen wir diesmal einem aktuellen Schwerpunktthema, dem Zusammenhang zwischen Medien und Essstörungen. Im Zuge dessen konnten wir die Forscherin Kristen Harrison aus den USA für unser Kurzinterview in der Rubrik [know & remind] gewinnen.

Herzliche Grüße,
Redaktion
Netzwerk Medien und Gesundheitskommunikation


Redaktion: Franzisca Gottwald, Stephanie Lücke, Constanze Rossmann



Immer wieder zeigt sich, wie allgegenwärtig und gesundheitsrelevant auch solche Themen in den Medien sind, die auf den ersten Blick gar nicht unbedingt als Gesundheitsthemen offensichtlich sind. In den ersten Monaten dieses Jahres ließ die Casting Show "Germany's Next Topmodel" (ProSieben) eine Debatte um die Wirkung des Fernsehens auf (v.a. weibliche) Zuschauer aufleben. Der Vorwurf: Die Sendung präsentiere jungen Mädchen und Frauen unrealistisch dünne Körperbilder, fördere den Schlankheitswahn und die Entstehung von Essstörungen.

Öffentliche Kritik an "Germany's Next Topmodel"
Bei der von Januar bis März ausgestrahlten Casting Show konkurrierten junge Frauen darum, Topmodel wie Heidi Klum zu werden. Durchschnittlich 2,8 Millionen Zuschauer sahen ihnen dabei zu (Marktanteil unter den 14-49-Jährigen rund 15%). Nachdem eine Kandidatin aus dem Rennen flog, weil sie "nicht dünn genug" sei für das Modelbusiness, wuchs die Kritik von Ernährungsexperten, Politikern, Pädagogen und Eltern sowie der Medien selbst stark an. Die Jury der Show wehrte sich mit Interviews und ganzseitigen Zeitungsanzeigen. Doch auch betroffene Zuschauerinnen selbst kritisierten die Show: So z.B. die 21-jährige Claudia, die magersüchtig war.
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Kommentar aus der Redaktion: Stephanie Lücke/Eva Baumann
Was sagt die Wissenschaft: Verursachen die Medien Essstörungen?
Den Massenmedien wird in westlichen Industrienationen nicht nur eine Mitschuld an der Entstehung von Übergewicht, sondern auch von Magersucht, Bulimie oder verwandten Essstörungen zugeschrieben. Zumindest auf eine Frage liefert die Forschung recht eindeutige Antworten: Massenmedien vermitteln - in Deutschland und auch z.B. in den USA - unrealistische Attraktivitätsstandards und Körperbilder bei gleichzeitig unausgewogenem Ernährungs- und Bewegungsverhalten der Darsteller. Ob diese Darstellungen tatsächlich (Mit-)Verursacher für die Entstehung von Essstörungen sind, ist jedoch weit weniger klar: Die große Mehrheit der Studien sind Querschnittsstudien, die zu einem einzigen Zeitpunkt den Zusammenhang zwischen der Mediennutzung und verschiedenen Indikatoren zur Messung eines gestörten Körperbildes messen und damit nur Aussagen über den Zusammenhang, nicht über Ursache und Wirkung erlauben. Auch deuten sie in recht unterschiedliche Richtungen - je nachdem, welche Indikatoren überhaupt gemessen wurden und welche für den Wirkungszusammenhang zwischen Mediennutzung, Körperbild und Essverhalten relevanten zusätzlichen Einflussgrößen berücksichtigt wurden. Letztlich erlauben sie jedoch keine Aussage darüber, ob die Mediennutzung einer essgestörten Person der Grund für ihre Probleme ist. Experimente, die diese Frage beantworten könnten, sind sehr kostspielig und langwierig - die Kommunikationsforscherin Kristen Harrison führt gerade eine solche Studie durch (siehe: "fünf fragen an...Kristen Harrison" in dieser Newsletter-Ausgabe). Laborexperimente haben jedoch den großen Nachteil, nur kurzfristige Effekte messen zu können und die gerade für eine solche Fragestellung relevante Alltagsrealität und natürliche Nutzungssituation der Rezipienten auszublenden. Da jedoch in vielen Studien immer wieder signifikante Zusammenhänge gefunden werden, gehen Wissenschaftler zumindest davon aus, dass Mediennutzung und Bestreben nach Schlanksein, Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper und Essstörungssymptome einander bedingen: Je nach Persönlichkeit, Situation und Medieninhalt könnte das eine das andere bestärken oder steuern. Eine zentrale Rolle scheinen dabei der soziale Vergleich und die mögliche Diskrepanz zwischen dem eigenen Körperbild und den in den Medien wahrgenommenen Idealen zu spielen. Eindeutige Schuldzuweisungen an "das Fernsehen" oder "die Frauenzeitschriften" sind jedoch aus wissenschaftlicher Sicht voreilig, denn die gefundenen Zusammenhänge sind meist sehr gering und nicht immer konsistent. Andere Faktoren der Lebenswelt junger Mädchen und Frauen (z.B. Familie, Freunde, die eigene Persönlichkeit) haben weit größeren Einfluss auf ihre Wahrnehmungen, Einstellungen und Verhaltensweisen. Aber bei manchen Rezipienten können sich die Medien unter bestimmten Bedingungen wie z.B. einem ohnehin geringem Selbstwertgefühl oder geringem sozialen Rückhalt eben als relevant erweisen, indem vorhandene Wahrnehmungen stimuliert und verstärkt werden, die wiederum einen bestimmten "ungesunden" Blick auf die Medien schärfen... Dies kann in Einzelfällen so weit reichen, dass aufklärende Dokumentationen über Essstörungen einem jungen Mädchen sogar eine Idee davon vermitteln, wie man viel essen und dennoch dünner werden kann…

Präventionsprogramme gegen Essstörungen
Der Königsweg ist es, Essstörungen erst gar nicht entstehen zu lassen. Dafür gibt es eine ganze Reihe von Präventionsprojekten, z.B. von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) oder dem Frankfurter Zentrum für Ess-Störungen. Erstere stellt Broschüren, Kurzfilme oder eine Beratungshotline zur Verfügung. Letzteres hat das Präventionsprogramm "Body Talk" ins Leben gerufen, das kostenlose Workshops für Schülerinnen und Schüler der 7. bis 10. Klasse und Lehrende an Schulen anbietet. Finanziell unterstützt wird das Zentrum von dem Kosmetikunternehmen Dove - der Marke, die seit einiger Zeit nicht mehr mit Models, sondern mit "ganz normalen Frauen" für seine Produkte wirbt. In anderen Ländern wird inzwischen auch die Modebranche in die Präventionsarbeit integriert.
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» Mehr über "Body Talk"




[short & cut]

Arvind Singhal bekommt den ersten Everett M. Rogers-Preis für seine Leistungen im Bereich der Entertainment Education
Der Preis - verliehen vom Norman Lear Center der Annenberg School for Communication (USC) - honoriert besondere Kreativität in der Anwendung von Entertainment Education sowie exzellente Forschung zum Nutzen von Unterhaltungsangeboten bei der Verbreitung prosozialer Botschaften. Preisträger Arvind Singhal ist Professor an der School of Communication Studies der Universität Ohio. Er forscht unter anderem zur Diffusion von Informationen, zur strategischen Kommunikationsplanung und zum Einsatz von Entertainment Education in der Gesundheitskommunikation. Singhal hat zahllose Aufsätze veröffentlicht und acht Bücher, u.a. "Combating AIDS: Communication Strategies in Action and Entertainment-Education: A Communication Strategy for Social Change" (2003, Sage Publications, zus. mit Everett M. Rogers, »weitere Infos) und "Entertainment-Education and Social Change: History, Research, and Practice" (2004, Lawrence Erlbaum Associates, hrsg. mit Michael J. Cody, Miguel Sabido, »weitere Infos).
Weitere Links:
Arvind Singhal (» Fakultätsseite, » eigene Website)
»Norman Lear Center

Europäische Kommission fördert Ausstrahlung von Fernsehdokumentationen und Hörfunksendungen zu Gesundheitsthemen
Die Europäische Kommission stellt im Rahmen des Projektes "Health in Europe" 1,4 Millionen Euro bereit, mit denen die Ausstrahlung von Fernsehdokumentationen und Hörfunksendungen zu Gesundheitsthemen in ganz Europa gefördert werden soll. Ziel dieser multimedialen Initiative ist die europaweite Vernetzung öffentlicher Rundfunkorganisationen und anderer Medien, um den Austausch von Berichten, Fernsehdokumentationen, Hörfunkbeiträgen, Presse- und Internetartikeln über Gesundheitsthemen zu verstärken. Die ARD ist bislang einziges deutsches Mitglied.
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ARD-Themenwoche Krebs erfolgreich
Dass sich eine solche Förderung (s.o.) lohnt und Bedarf nach Gesundheitsinformationen via Fernsehen besteht, zeigt der Erfolg der ARD-Themenwoche Krebs. Von 3. bis. 9. April widmete sich die ARD erstmals parallel in allen Hörfunk- und Fernsehprogrammen dem Thema Krebs. Laut Pressemitteilung der ARD vom 10. April haben rund zwei Drittel der Bundesbürger die Angebote der Themenwoche genutzt. Die ARD und die deutschen Krebsorganisationen sind daher mit dem Erfolg der Initiative sehr zufrieden. Auch Medienpsychologin Bettina Fromm, die sich seit einigen Jahren mit dem Thema Krebs in den Medien befaßt, bewertet die Krebswoche positiv. In einem Interview mit dem Netzwerk Medien und Gesundheitskommunikation beurteilt sie die Initiative und liefert Hintergründe zur Thematisierung von Krankheitsthemen in den Medien.
» Interview mit Bettina Fromm
» Pressemitteilung der ARD

Publizistik-Preis 2006 der Stiftung Gesundheit verliehen
In diesem Jahr ging der Preis der Stiftung Gesundheit an die ZEIT-Autorin Martina Keller für ihren Beitrag "Geben und einnehmen" (erschienen am 19.5.05). Die Autorin berichtet über Selbsthilfegruppen, die Schwerkranken Halt bieten wollen, jedoch oft mit Pharmakonzernen zusammenarbeiten und so ihre Glaubwürdigkeit riskieren. In der Begründung der Jury heißt es: "Die Autorin hat das heikle und vielschichtige Thema des Sponsorings von Selbsthilfegruppen durch Pharmaunternehmen sorgsam durchleuchtet: Mit Recherche statt Urteil, differenzierter Darstellung statt Schuldzuweisung wird sie der Ambivalenz der Materie in hervorragender Weise gerecht."
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» Zum Artikel (ZEIT-Archiv)

Jugendfilmtage zum Thema Nikotin und Alkohol - Alltagsdrogen im Visier
Jugendfilmtage zum Thema Nikotin und Alkohol - Alltagsdrogen im Visier Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und das Cinemaxx Dammtor (Hamburg) laden Lehrerinnen, Lehrer und Schulklassen am 16. und 17. Mai zu Filmvorführungen, Mitmachaktionen und Workshops ein. Gezeigt werden Spielfilme und Dokumentarfilme rund um das Thema Alltagsdrogen.
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Krankenhausserien wieder auf dem Vormarsch
Nachdem sich seit der Jahrhundertwende eher ein Rückgang von Arztserien im Fernsehen angekündigt hatte, scheint sich das Genre derzeit erneut im Aufwind zu befinden. Und so gesellen sich ganz neue Serien neben altbekannte wie "Emergency Room" (ProSieben) und "In aller Freundschaft" (ARD). Seit Mitte März zeigt ProSieben die Serie "Grey's Anatomy", die Konkurrenzkampf, Schwierigkeiten und Liebeskummer fünf junger Ärzte am Beginn ihrer Karriere zeigt. "Medical Investigation" (ebenfalls ProSieben) handelt von einer medizinischen Spezialeinheit des NIH (National Institute of Health), die es mit ungewöhnlichen Krankheiten und Symptomen zu tun hat. Doch auch der Reality-TV-Trend geht am Ärztegenre nicht vorbei. Anfang März startete im WDR die Doku-Serie "Anfänger in Weiß". Im Mittelpunkt der zwölfteiligen Serie stehen sechs junge Assistenzärzte um die 30, die seit einem Jahr im Elisabeth-Krankenhaus Essen tätig sind. Wenn der eigene Arzt gerade streikt, so können wir wenigstens sicher sein: Im Fernsehen bleiben sie uns treu.

Verein Gesundheitskommunikation e.V.
Sieben Studentinnen des Studiengangs für Gesundheitswissenschaften an der Universität Bielefeld haben Mitte letzten Jahres unter dem Leitsatz "Kommunikation gestalten - Gesundheit fördern" den Verein "Gesundheitskommunikation e.V." gegründet. Hautpanliegen ist die Vernetzung von Studierenden, Gesundheitswissenschaftlern und Unternehmen sowie die Bereitstellung einer Wissensplattform für alle Bereiche der Gesundheitswissenschaften. Seit Oktober 2005 ist der Verein auch im Internet unter der Adresse www.gesundheitskommunikation.de präsent.

Jobs

Health Scientist Administrator, in der Division of Cancer Control and Population Sciences (DCCPS), a component of the National Cancer Institute, the National Institutes of Health (NIH) and the Department of Health and Human Services in Bethesda (Maryland, USA), nähere Informationen finden Sie hier.

Marketing Assistance "Communications" bei "Life Fitness", dem weltweit führenden Hersteller von Ausdauer- und Krafttrainingsgeräten in Unterschleißheim, nähere Informationen finden Sie hier.

Marketing Manager Renal Pharma (m/f) bei Fresenius Medical Care Deutschland GmbH in Bad Homburg, nähere Informationen finden Sie hier.

PR-Berater/Senior-Berater bei Circle Comm GmbH, Agentur für Gesundheitskommunikation in Mühltal, nähere Informationen finden Sie hier.

Regional Marketing Leader Germany bei GE Medical Systems Deutschland, nähere Informationen finden Sie hier.

Strategisches Marketing bei Siemens, European Sales & Service (SAG Medical Solutions) in Erlangen, Aufgaben: Strategisches Marketing, Marketing- und Kommunikationsmanagement, nähere Informationen finden Sie hier.

Trainee (Organisation) bei 'foodwatch e.V.' in Berlin, nähere Infos finden Sie hier.

Volontär/in für die Deutsche Medizinische Wochenschrift DMW des Georg Thieme Verlags in Stuttgart, nähere Informationen finden Sie hier.



[meet & talk]

9. aid-Forum "Gut gemeint - genial daneben: Ernährungskommunikation in den Lebenswelten junger Menschen", 10. Mai, Bonn
Mit den herkömmlichen Mitteln der Ernährungsaufklärung werden Kinder und Jugendliche heute kaum noch erreicht - zu bieder erscheinen die Versuche, dieser Zielgruppe einen gesunden Lebensstil näher zu bringen. Das 9. aid-Forum fragt deshalb, welchen wirkungsvollen Beitrag Erzieherinnen, Lehrer, Eltern, Medien und Institutionen tatsächlich in Sachen Ernährungskommunikation leisten können und welchen Verbesserungsbedarf es gibt. Verschiedene Praxisbeispiele demonstrieren, wie Kinder und Jugendliche einen gesunden Alltag "verinnerlichen" können - freiwillig und mit Spaß an der Sache.
» Programm und Anmeldung

Health Communication Panels auf der Jahrestagung der International Communication Association (ICA) 2006, 19.-23. Juni, Dresden
Die diesjährige Tagung der ICA findet in Deutschland statt. Eine gute Gelegenheit, die Tagung ohne größeren Aufwand einmal zu besuchen - zumal einmal mehr eine Vielzahl interessanter Panels aus dem Bereich der Gesundheitskommunikation zu besuchen sind, wie etwa Panels zum Thema:
  • "Effects of Entertainment-Education on Knowledge, Risk Perception, and Behavior" (19. Juni, 12.00-13.15 Uhr)
  • "Cancer and Tobacco News Coverage: Implications for Screening, Prevention, and Advocacy" (21. Juni, 13.30-14.45 Uhr)
  • "HIV/AIDS Communication: Condom Use, Condom Negotiation, and Voluntary Testing" (21. Juni, 15.00-16.15 Uhr)
  • "Campaign Causal Attribution: Group Randomized Design, Longitudinal Analysis, and Theory Testing" (22. Juni, 13.30-14.45 Uhr)
  • "Food, Nutrition, and Obesity" (22. Juni, 15.00-16.45 Uhr)

Nicht zuletzt sind mit dem Panel "Public Information Campaigns in Context: Mass Media, Interpersonal Communication and Cultural Factors" (21. Juni, 12.00 bis 13.45 Uhr) auch deutschsprachige Gesundheitskommunikations-Wissenschaftler mit einem eigenen Panel vertreten (Abstract)
» Die Vorträge der vorgestellten Panels im Einzelnen
» Tagungsprogramm der ICA

2. Kongress für Klinikkommunikation: Kongress für erfolgreiche Klinikkommunikation, Public Relations und Marketing, 18. Oktober, Köln
Der Kongress wird von rotthaus.com veranstaltet, einer inhabergeführten Agentur für strategische Kommunikation, die im Rahmen der Veranstaltung auch den KlinikKommunikation-Award 2006 in drei Kategorien (Best Solution, Bester Internetauftritt, Beste/r Manager/in des Jahres) vergibt. Die Kongressthemen sind u.a. die Gestaltung von Klinikmedien, Innovationen im Klinikmarketing, Internet für Krankenhäuser, Pressearbeit, Fundraising oder auch Interne Kommunikation. Nähere Informationen zu dem Kongress, dem Preis und der Agentur finden Sie hier.

Für Sie vor Ort
Im November 2005 organisierten einige Netzwerkmitglieder mit der Landesvereinigung für Gesundheit Niedersachsen e.V. und der Henriettenstiftung in Hannover die zweite gemeinsame Tagung, diesmal zum Thema "Ältere Menschen und Medien". Die vollständige Dokumentation dieser Tagung mit Beiträgen aus Wissenschaft und Praxis finden Sie hier. Einen anlässlich der Tagung veröffentlichen Artikel aus dem Niedersächsischen Ärzteblatt finden Sie hier.




[know & remind]

Fünf Fragen an... » Kristen Harrison
Sie ist erst Mitte dreißig und dennoch eine internationale Größe in der wissenschaftlichen Erforschung des Zusammenhangs von Mediennutzung, Selbstkonzepten, Körperbildern und Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen: Kristen Harrison lehrt als Assistant Professor am Department of Speech Communication der University of Illinois. Sie ist Autorin zahlreicher Studien, in denen die Rolle z.B. des Fernsehens oder von Zeitschriften bei der Entstehungen gestörter Körperbilder bis hin zu Essstörungen untersucht wurde. Entsprechend relevant sind diese Bereiche in unseren » fünf fragen an...



[teach & research]

Weiterbildungsveranstaltung "Gesundheitskommunikation", Universität Zürich
Das Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich (IPMZ) führt in diesem Herbst einen Weiterbildungskurs zum Thema "Gesundheitskommunikation" durch, der sich an alle Fachleute aus dem Gesundheitswesen richtet, zu deren Aufgaben die Kommunikation nach Außen gehört: Journalisten/innen, Kommunikationsverantwortliche von Gesundheitsämtern, KKHs, Krankenkassen, medizinischen Berufsverbänden, Unternehmen aus der Pharma und Medizinaltechnikindustrie, Patienten- und Konsumentenverbände etc..
Nähere Informationen finden Sie hier.

Seminare zum Themenfeld Gesundheitskommunikation (SoSe 2006)

FU Berlin:
  • Projektseminar Wissenschaftsjournalismus (Hans Peter Peters)
  • Praxisseminar Wissenschaftskommunikation Online (Volker Lange)
  • Praxisseminar Gesundheitsmagazin Fernsehen (Winfried Göpfert)
  • Nähere Infos
U Dortmund - Institut für Journalismus:
  • Arbeitsfelder im Wissenschaftsjournalismus (offene Gastvortragsreihe des Lehrstuhls Wissenschaftsjournalismus)
  • Wissenschaftsjournalismus in den USA (Holger Wormer)
  • Nähere Infos
FH Fulda, Studiengang Gesundheitsmanagement:
  • "Es geht ja schließlich um dein Leben" - Gesundheit und Krankheit als Gegenstand der Fernsehunterhaltung (Bettina Fromm)
U Münster - IfK:
U München - IfKW:
  • Theorie und Praxis des Journalismus: Wissenschaftsjournalismus (Nathalie Huber/ Maria Löblich)
  • Nähere Infos
U Salzburg:
  • Gesundheitskommunikation in Betrieben (Thomas Diller)
  • PR für niedergelassene Ärzte und andere Gesundheitsdienstleister (Rudolf Schaffer)
  • Nähere Infos
U Zürich:

Recherchetipp zu Unterhaltungsmedien und Gesundheit: Homepage der Kaiser Family Foundation
Eine immer wieder spannende Quelle zum Zusammenhang zwischen der Nutzung von Unterhaltungsmedien und der Gesundheit bietet die US-amerikanische "Henry F. Kaiser Family Foundation": In ausführlichen Forschungsreports oder kurzen "Issue Briefs" werden aktuelle Forschungsergebnisse z.B. über Medienwirkungen auf Kinder und Jugendliche (wie Übergewicht) zusammengefasst.
» Zum Internetangebot


Neues vom Bücher- und Zeitschriftenmarkt:

Bartens, Werner (2005): Die Krankmacher. Wie Ärzte und Patienten immer neue Krankheiten erfinden, München.

Bonfadelli, Heinz/Friemel, Thomas (2006): Kommunikationskampagnen im Gesundheitsbereich. Grundlagen und Anwendungen, Konstanz.

Der Brockhaus Gesundheit (2006), 7. Aufl., Mannheim.

Künanz, Birgit (2005): Kinder- und Jugendgesundheit im Internet. Angebote zur Gesundheitsförderung kritisch betrachtet. (Akademie für öffentliches Gesundheitswesen in Düsseldorf, Hrsg.: Berichte und Materialien, Bd. 20). Düsseldorf.
» Abstract

Perloff, Richard M (2006): Communication and Racial Disparities in Health Care, Thousand Oaks.

Peter, Claudia Maria (2006): Dicke Kinder. Fallrekonstruktionen zum sozialen Sinn der juvenilen Dickleibigkeit, Bern. Abzurufen hier.

Pundt, Johanne (Hg.) (2006): Professionalisierung im Gesundheitswesen. Positionen - Potenziale - Perspektiven, Bern.

Opaschowski, Horst W. (2006): Deutschland 2020. Wie wir morgen leben - Prognosen der Wissenschaft. 2., erw. Aufl., Wiesbaden.

Rössler, Patrick/Lücke, Stephanie/Linzmaier, Vera/Steinhilper, Leila/Willhöft, Corinna (2006): Ernährung im Fernsehen. Darstellung und Wirkung: eine empirische Studie. München.

Schaeffer, Doris/Schmidt-Kaehler, Sebastian (Hg.) (2006): Lehrbuch Patientenberatung. Theorie und Praxis der Patientenberatung. Bern.
» Abstract

Scheufele, Bertram (2005): Sexueller Missbrauch - Mediendarstellungen und Medienwirkung. Wiesbaden.

Ziemann, Andreas (Hg.) (2006): Medien der Gesellschaft - Gesellschaft der Medien. 1. Aufl., Wiesbaden.

Zeitschriften
Baumann, Eva/Möhring, Wiebke (2005): Strategien medialer Gesundheitskommunikation in der Primärprävention. In: Prävention. Zeitschrift für Gesundheitsförderung, Jahrgang 28, Nummer 4, 101-104.

Journal of Health Communication, Volume 11, Number 2, March 2006; darin insbes.: Hong, Traci: Contributing Factors to the Use of Health-Related Websites.

Journal of Health Communication, Volume 11, Number 1, January-February 2006; gesamtes Heft über die ersten 10 Jahre "Health Communication"; insbes.: Edgar, Timothy/Freimuth, Vicki S.: 10 Years of Health Communication Research.

Lücke, Stephanie (2006): Ernährung in Massenmedien - neue Strategien für die Ernährungsaufklärung. In: aid Special Ernährungskommunikation: Neue Wege - neue Chancen? Dokumentation des 8. aid-Forums vom 11. Mai 2005, 42-58.

Abschlussarbeiten:

Gruhl, Ulrike (2005): Heilung oder Humbug? Eine inhaltsanalytische Untersuchung zur Darstellung alternativer Heilmethoden in medizinischen Fachzeitschriften und Publikumszeitschriften zwischen 1983 und 2003. Unveröffentlichte Magisterarbeit, Universität München.
» Abstract

Lang, Alexander (2005): "Gib AIDS (k)eine Chance?": Eine empirische Analyse zur Rolle von medienexternen Daten und Nachrichtenfaktoren bei der Berichterstattung über HIV/AIDS in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Süddeutschen Zeitung zwischen 1994 und 2003. Unveröffentlichte Diplomarbeit, Hochschule für Musik und Theater Hannover.
» Abstract

Treff, Gunnar (2005): Entwicklungen des Themas Doping in der Tour de France-Berichterstattung zwischen 1996 und 2004. Eine inhaltsanalytische Untersuchung von 'Süddeutsche Zeitung' und 'Frankfurter Allgemeine Zeitung'. Unveröffentlichte Magisterarbeit, Universität Göttingen.
» Abstract


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