„Newsletter Medien und Gesundheitskommunikation“
Nr. 6, Dezember 2006


Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Mitglieder des Netzwerks "Medien und Gesundheitskommunikation",

wir freuen uns, Ihnen hiermit den sechsten Newsletter des Netzwerks zu präsentieren. Neben aktuellen Nachrichten rund um die Themen Medien und Gesundheitskommunikation möchten wir diesmal insbesondere auf eine Tagung hinweisen, die das Netzwerk gemeinsam mit der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld vorbereitet. Thema der Tagung im nächsten April: "Gesundheit kommunizieren - wie erreicht man wen?" Weitere Informationen unter [meet & talk]. Eine kurze Nachricht in eigener Sache: Redaktionsmitglied Franzisca Gottwald wird den Newsletter zukünftig unter ihrem neuen Nachnamen Weder betreuen.

Herzliche Grüße,
Redaktion
Netzwerk Medien und Gesundheitskommunikation


Redaktion: Stephanie Lücke, Constanze Rossmann , Franzisca Weder






[short & cut]

Kindgerechte Gesundheitsprävention einmal anders
Das gewi Institut für Gesundheitswirtschaft der Fresenius Hochschule Köln hat in studentischen Projektarbeiten ein multimediales Konzept zur zielgruppengerechten Ansprache von Kindern im Alter von 3 bis 9 Jahren entworfen. Konkretes Thema war die Förderung der Mundhygiene bei Kindern. Zu den entwickelten Instrumenten zählen nicht nur Internetangebot, Broschüre und Maskottchen, sondern auch ein Zahnputzsong, der das tägliche Zähneputzen begleiten soll.
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Das Internet wird als Aufklärungsmedium für alle Altersgruppen immer beliebter, wie die folgenden drei Meldungen zeigen.

Gesundheitspolitik interaktiv
Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) präsentiert ein neues Internetangebot zum deutschen Gesundheitswesen, den Strukturen und Zuständigkeiten sowie den wichtigsten Akteuren und deren Interessen. Mit Hilfe der Informationsplattform und verschiedenen E-Learning-Komponenten will sie den Bürgern helfen, Kriterien zu entwickeln, um die Leistungen des deutschen Gesundheitswesens kompetent beurteilen können.
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Internetangebot für Kinder
Auch für die Kleinen gibt es bereits eine Informationsplattform zu Gesundheitsfragen. Die Internetseite MediZity ist eine virtuelle Medizinstadt für Kinder, die kleinen Patienten und Eltern kindgerechte Spiel- und Informationsmöglichkeiten rund um das Thema Gesundheit, Krankheit, Krankenhaus und Arztbesuch bietet. Das Portal ist ein Projekt der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin Heidelberg. Von der Gesellschaft für Pädagogik und Information e.V. wurde es im Juni mit der Comenius-EduMedia-Medaille ausgezeichnet. Die prämierte Seite finden Sie » hier.

BZgA: "Jugend online" bei Gesundheitsthemen
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) setzt bei Prävention und Gesundheitsaufklärung für Jugendliche auf das Internet. Dazu wird die BZgA in Zukunft mit dem Projekt "Jugend online" und deren Internetangebot www.netzcheckers.de zusammenarbeiten. Im Zentrum stehen Fragen zu Liebe, Sexualität und Verhütung, zum Tabak- und zum Cannabiskonsum.

"Patient Mobility" in Europa
Im Rahmen des seit 2004 laufenden EU-Projekts "Europe for Patients" (e4p project) wurden im Rahmen verschiedener Studien die Vorteile, aber vor allem Herausforderungen untersucht, die ‚mobile Patienten' in Europa mit sich bringen. Ein ausführlicher Ergebnisbericht liegt nun vor.
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European Health Forum Gastein
Vom 4. bis 7. Oktober trafen sich führende Experten aus Industrie, Wissenschaft sowie Patientenorganisationen und NGOs sowie zahlreiche prominente Gesundheitspolitiker zu der wichtigsten gesundheitspolitischen Fachveranstaltung der Europäischen Union, präsentierten neue Konzepte und nutzten das EHFG als Plattform für den Erfahrungs- und Meinungsaustausch auf internationaler Ebene. Das Thema: "Gesundheit ohne Grenzen", nähere Infos zur Tagung finden Sie hier.

Einsendeschluss I
Der Europäische Journalistenpreis wird jährlich vom Verband Deutscher Medizinjournalisten (VDMJ) für medizinjournalistische Arbeiten ausgeschrieben, die in einer der folgenden Kategorien in Europa veröffentlicht wurden: Printmedien, Hörfunk, Fernsehen/Film. Bewerbungsschluss ist der 31. Dezember 2006.
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Einsendeschluss II
Die Deutsche Lungenstiftung (Hannover) vergibt für 2006/2007 zum siebten Mal den Wilhelm und Ingeborg Roloff-Preis für vorbildliche journalistische Beiträge zur Lungenheilkunde. Bewerbungsschluss ist der 15. Januar 2007.
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Einsendeschluss III
Die Deutsche AIDS-Stiftung zeichnet Medienschaffende aus, die sachkundig über HIV/AIDS berichten und zur Solidarität mit den Betroffenen beitragen. Der Preis wird gestiftet von Boehringer Ingelheim. Bewerbungsschluss ist der 31. Januar 2007.
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Jobs

Journalist/in, ABDA Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, nähere Informationen finden Sie hier.

Texter/in, DEUTSCHE ARTHROSE-HILFE E. V., nähere Informationen finden Sie hier.

PR-Trainee, Dorothea Küsters Life Science Communications GmbH, nähere Informationen finden Sie hier.

Online-Redakteur/in, Fraunhofer-Gesellschaft, nähere Informationen finden Sie hier.

Redakteur/in, Georg Thieme Verlag, nähere Informationen finden Sie hier.

Pressereferent/in, Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, nähere Informationen finden Sie hier.




[meet & talk]

Netzwerk-Tagung Bielefeld, 12.-13- April 2007
"Gesundheitskommunikation" als Thema und Forschungsgegenstand wird nicht nur für die Kommunikations-, Medien- und Gesundheitswissenschaften, sondern auch für die Praxis der Gesundheitserziehung, -förderung und Medienpädagogik immer wichtiger. Deshalb werden sich die Bielefelder Gesundheitswissenschaften in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Medien und Gesundheitskommunikation mit diesem Thema interdisziplinär, forschungs- und praxisorientiert auseinandersetzen. Hierzu möchten wir schon jetzt alle wissenschaftlich Interessierten und in der Gesundheitskommunikation praktisch Tätigen am 12. und 13. April nächsten Jahres in die Ravensberger Spinnerei nach Bielefeld ganz herzlich einladen. Weitere Informationen zur Tagungen finden Sie in Kürze auf der Internetseite des Netzwerkes Medien und Gesundheitskommunikation.

Für Sie vor Ort
Kentucky ist wohl eher bekannt für Pferde und Bourbon. Für Wissenschaftler und Praktiker, die sich mit Gesundheitskommunikation beschäftigen, bedeutet Kentucky alle zwei Jahre - KCHC - Kentucky Conference on Health Communication. Traditionell ausgerichtet vom Department of Communication der University of Kentucky fanden sich auch dieses Jahr von 20. bis 22. April wieder 150 Wissenschaftler und Praktiker zusammen, um aktuelle Fragen der Gesundheitskommunikation zu diskutieren. Unter die Teilnehmer reihte sich auch Kathleen Arendt (Universität Erfurt), die für Sie von der Tagung berichtet.
» Tagungsbericht
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[know & remind]

Fünf Fragen an... » Prof. Dr. Peter-Ernst Schnabel
Bisher haben wir unter dieser Rubrik meist Persönlichkeiten mit kommunikationswissenschaftlichem Hintergrund vorgestellt, die sich im Themenfeld "Gesundheit" engagieren. Für diese Ausgabe drehen wir den Spieß einmal um: Prof. Dr. Peter-Ernst Schnabel ist Gesundheitswissenschaftler und interessiert sich in seiner Forschungsarbeit für Medien, mit denen Gesundheitsbotschaften transportiert werden.
»Hier nun seine Antworten auf unsere Fragen.



[teach & research]

Unser Lehrer Dr. Ross
Seit Jahren läuft die amerikanische Krankenhausserie "EMERGENCY ROOM" erfolgreich in vielen Ländern über die Fernsehbildschirme. Der große Aufwand, mit dem jede Folge produziert wird, hat der Serie viel Anerkennung beschert, da auf die Darstellung von Krankheitsbildern, Diagnostik und Medikation erhebliche Sorgfalt verwendet wird. Vor allem die ersten Staffeln der Serie sind daher für viele Ärzte und Pflegende zu einer unterhaltsamen "Pflichtfortbildung" geworden. Das Zentrum für Ethik in der Medizin (Frankfurt/Main) macht sich dies zu nutze und veranstaltet unter dem Motto "Was können wir von Emergency Room lernen?" eine Fortbildungsreihe für Ärzte und Pflegende.
Nähere Informationen:
» Bericht "Deutsches Ärzteblatt"
» Zentrum für Medizinethik

Seminare zum Themenfeld Gesundheitskommunikation (WiSe 2006/2007)

FU Berlin:
  • Peters: Ressortseminar Wissenschaftsjournalismus
  • Lehmkuhl: Wissenschaftsberichterstattung in Hörfunk, Tageszeitungen und Magazinen
  • Lange: Praxisseminar Wissenschaft online
  • Nähere Infos
Uni Dortmund - Institut für Journalismus:
  • Wormer: Grundlagen des Wissenschaftsjournalismus
  • Wormer: Arbeitsfelder Wissenschaftsjournalismus
  • Wormer: Praxisseminar Wissenschaftsrecherche
  • Wormer: Begleitseminar "Quarks&Co"
  • Nähere Infos
Uni Karlsruhe (TH):
  • Röhrs: Wissenschaftskommunikation: Visualisierung und 3D-Animation
  • Nähere Infos
Uni München - IfKW:
  • Lehner: Boom der Wissensmagazine: Volksaufklärung oder Volksverdummung?
  • Reuss: Bildungs- und Wissenschaftsjournalismus mit Schwerpunkt Fernsehen
  • Nähere Infos
Uni Salzburg:
Uni Wien:
  • Lalouschek: Diskursanalytisches PS: Gesundheitskommunikation im Fernsehen
  • Nähere Infos
Uni Zürich:
  • Bonfadelli/ Schanne: Umwelt- und Wissenschaftskommunikation
  • Nähere Infos

Forschungsberichte
Zwei aktuell erschienene Gesundheitsberichte geben neue Aufschlüsse über den Gesundheitszustand in der deutschen Bevölkerung allgemein und speziell bei Kindern:

Gesundheitsbericht für Deutschland erschienen
Steigende Lebenserwartung und gute Gesundheit, aber: immer noch zu viele Menschen rauchen, sind zu dick, bewegen sich zu wenig und trinken zu viel Alkohol. Das sind die Kernaussagen des Gesundheitsberichts "Gesundheit in Deutschland", den das Robert Koch- Institut im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit jetzt im Rahmen der Gesundheitsberichterstattung des Bundes (GBE) veröffentlicht hat.
» Nähere Informationen und Downloads

Erste Ergebnisse des Kinder- und Jugendsurveys (Robert-Koch-Institut) vorgestellt
Glaubt man der medialen Berichterstattung der letzten Jahre, so scheint neben dem so genannten Bildungsnotstand vom Übergewicht das größte gesundheitliche und gesellschaftspolitische Gefährdungspotenzial für Kinder und Jugendliche in Deutschland auszugehen. Erstmals liegen jetzt mit den Ende September vom Robert-Koch-Institut vorgestellten Ergebnissen der KiGGS-Studie konkrete und repräsentative Zahlen über die Gesundheitssituation der Kinder und Jugendlichen in Deutschland vor. Dazu wurden bundesweit 17 641 Kinder und Jugendliche von 0 bis 17 Jahren und zum Teil auch deren Eltern befragt und untersucht..
» Nähere Informationen und Downloads

Neues vom Bücher- und Zeitschriftenmarkt:

Baumann, E. (2006). Auf der Suche nach der Zielgruppe – Das Informationsverhalten über Gesundheit und Krankheit als Grundlage erfolgreicher Gesundheitskommunikation. In J. Böcken, B. Braun, R. Amhof & M. Schnee (Hrsg.), Gesundheitsmonitor 2006. Gesundheitsversorgung und Gestaltungsoptionen aus der Perspektive von Bevölkerung und Ärzten (S. 117-153). Gütersloh: Bertelsmann Stiftung.

Bentele, Günter/ Deutscher Fachjournalisten-Verband (Hg.) (2006): PR für Fachmedien. Professionell kommunizieren mit Experten. 1. Aufl. UVK, Konstanz.

Clarke, Juanne N./ McLellan, Lianne/ Hoffman-Goetz, Laurie (2006): The Portrayal of HIV/AIDS in Two Popular African American Magazines. In: Journal of Health Communication, 11/5. S.

Gottwald, Franzisca (2006): Gesundheitsöffentlichkeit. Entwicklung eines Netzwerkmodells für Journalismus und Public Relations. UVK, Konstanz.

Gottwald, Franzisca (2006): Medialisierung des Gesundheitssystems - ein Beispiel für die Notwendigkeit theoretischer Flexibilität. In: Medienwissenschaft Schweiz, H 2: Kommunikations- und Medienwissenschaft zwischen theoretischer Grundlegung und Anwendungsorientierung. Zürich, S. 20-26.

Griffiths, Frances/ Lindenmeyer, Antje/ Powell, John/ Lowe, Pam/ Thorogood, Margaret (2006): Why are health care interventions delivered over the internet? A systematic review of the published literature. In: Journal of Medical Internet Research, 8, 2.
» elektronische Version.

Herbig, Britta/Büssing, Andre (2006): Informations- und Kommunikationstechnologien im Krankenhaus. Grundlagen, Umsetzung, Chancen und Risiken. Schattauer, Stuttgart.

Hoek, Janet/ Gendall, Philip (2006): Advertising and Obesity: A Behavioral Perspective. In: Journal of Health Communication, 11, 4.

Loss, J./Lang, K./Ultsch, S./Eichhorn, C./Nagel, E (2006): Das Konzept des Social Marketing - Chancen und Grenzen für die Gesundheitsförderung und Prävention in Deutschland. In: Gesundheitswesen, 68, 395-402.
» elektronische Version

Lücke, Stephanie (2006): Ernährung im Fernsehen: Eine Kultivierungsstudie zur Darstellung und Wirkung. Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden.

Lücke, Stephanie/Baumann, Eva (2006): Öffentlichkeitsarbeit. In: Reintjes, Ralf/Klein, Silvia (Hg.): Gesundheitsberichterstattung und Surveillance: Messen, Entscheiden, Handeln. Verlag Hans Huber, Bern.

Röttger, Ulrike (2006): PR-Kampagnen. Über die Inszenierung von Öffentlichkeit. 3., überarb. und erw. Aufl., VS-Verlag, Wiesbaden.

Slater, Michael (2006): Specification and misspecification of theoretical foundations and logic models for health communication campaigns. In: Health Communication, 20, 2, S. 149-157.

Wink, Konrad (2006): Wie liest und bewertet man eine klinische Studie? Schattauer, Stuttgart.

Abschlussarbeiten:

Aigenberger, Cornelia (2006): Der Einfluss von Presseaussendungen auf die Gentechnologieberichterstattung (Universität Wien).
» Abstract

Cermak, Nina (2005): Andere Länder - andere Sitten? Exemplarische Analyse und Vergleich der dargestellten Alkoholkonsum-Kultur in österreichischen und amerikanischen Filmen und Serien (Universität Wien).
» Abstract

Heidotting, Dagmar (2006): Gelingende Arzt-Patient-Kommunikation - kommunikationstheoretische Annäherung an ein schwieriges Phänomen (FH Osnabrück)
» Abstract

Lichtsteiner, Marcel (2006): SARS in den Medien. Eine inhaltsanalytische Untersuchung zur Medienberichterstattung über SARS in Schweizer Tageszeitungen (Universität Zürich)
» Abstract

Wagner, Martin (2005): Machen die Medien krank? Eine qualitative Untersuchung der Meinung von Ärzten über die Wirkung von Gesundheitsberichterstattung auf den Patienten (Ludwig-Maximilians-Universität München)
» Abstract

Weißmayer, Romana (2005): Untersuchung des Grundverständnisses von Gesundheit und Krankheit bei jungen Menschen als Basis bestmöglicher Präventionsmaßnahmen (Universität Wien)
» Abstract

Zillich, Arne (2005): Framing am Beispiel der Berichterstattung über Molekulare Medizin. Eine Inhaltsanalyse von Wissenschaftsmagazinen im Fernsehen (Jena)
» Abstract


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